• Lake Tekapo

    Der nächste Stopp nach den zwei Tagen Erholung in Geraldine war das Touridorf Tekapo am gleichnamigen See. Am 20. Februar kam ich dort an, parkte mein Auto am Ortseingang und ging ziellos auf Erkundungstour.

  • Castle Hill
  • Lange Höhle und große Steine

    Nicht weit vom Arthur's Pass entfernt erstreckt sich eine ausgedehnte Karstregion, wie in der Golden Bay oder der Schwäbischen Alb. Am 18. Februar fuhr ich vom Arthur's Pass zunächst die kurze Strecke zum Cave Stream Reserve. Dabei handelt es sich um genau das, was der Name schon sagt: Eine Höhle, durch die ein kleiner Fluss fließt.

  • Arthur's Pass
  • In den Südalpen

    Über den Arthur's Pass führt eine der nur drei Straßen, die die Südalpen überqueren. Von Hokitika aus fuhr ich wieder ein Stück nach Norden, um dann die Westküste zu verlassen. Von Meereshöhe ging es auf 740 m hinauf. Das Arthur's Pass Village, eine kleine Häuseransammlung kurz hinter dem höchsten Punkt der Straße, war mein nächstes Ziel. Mitten in den Alpen gelegen ist es der perfekte Startpunkt für subalpine und alpine Wanderungen.

  • Lake Kaniere und Mount Tuhua

    Aus Punakaiki bin ich recht spät aufgebrochen, deshalb bin ich auch erst spätnachmittags in Hokitika angekommen. In dem kleinen Ort an sich gibt es so ziemlich nichts zu sehen, deshalb bin ich direkt zur Hokitika Gorge gefahren, eine von einem Fluss durchflossene Schlucht. Bei gutem Wetter ist das Wasser anscheinend türkis, da es mehr oder weniger den ganzen Tag geregnet hat, war es für mich ein sehr interessantes Grau, das ich so noch bei keinem Fluss gesehen habe. Es sah nicht wirklich dreckig aus. Vom Parkplatz aus führt ein recht kurzer Weg zunächst über eine Hängebrücke und dann hinunter zum Fluss, in dem man theoretisch in einer kleinen Bucht auch baden kann.

  • Punakaiki
  • Pfannkuchen an den Pancake Rocks

    Nach dem Halbmarathon in Westport fuhr ich noch etwas über 50 Kilometer entlang der Westküste Richtung Süden nach Punakaiki. Dabei handelt es sich um ein winziges Dorf, das eigentlich nur aus Unterkünften besteht. Die Hauptattraktion dort sind die Pancake Rocks, eine geologische Formation aus Gesteinsschichten, die aussehen wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen.
    Ich schlief wieder einmal im Zelt im Garten eines Hostels. Wie sich sehr schnell herausstellte, wird das Hostel von zwei ausgewanderten Deutschen geleitet, einer davon aus Albstadt. Und das Beste: die beiden backen eigenes Brot nach deutschem Rezept, das heißt statt Pappe gab es mal wieder Brot, das auch richtig gut geschmeckt hat!

  • Nelson Lakes
  • Lauf um den See und durch die Schlucht

    Nach den insgesamt vier Festivaltagen bei Luminate machte ich mich auf den Weg nach Süden. Mein erstes Ziel war der Lake Rotoiti, der größere der beiden Hauptseen des Nelson Lakes National Parks. Zwischendurch machte ich in Richmond noch Halt und gönnte mir nach fünf Tagen Camping mit Nudeln und Couscous erstmal eine Pizza. Am Lake Rotoiti blieb ich zwei Nächte und wurde direkt von einer Armee Sandflies begrüßt, die fast wie ein schwarzer Teppich wirkten. Sandflies sind Stechmücken in der Größe von Fruchtfliegen, und sie finden jeden einzelnen Quadratmillimeter Haut, der unbedeckt und nicht mit Repellent eingesprüht ist. Ihre Stiche sind nicht so schmerzhaft wie die von Mosquitos, dafür macht die shiere Anzahl es kaum erträglich.

  • Luminate

    Mit circa 5.000 Telnehmern ist das Luminate-Festival in den Canaan Downs im Abel Tasman National Park eines der größten Festivals Neuseelands. Als ich vor dem Heaphy Track das erste Mal in Takaka war, hab ich mir kurzentschlossen, ohne die Bands recherchiert zu haben, ein Ticket geholt. Das Festival geht eine ganze Woche lang, im Jahr 2017 vom 1. bis zum 8. Februar. Am 1. fuhr ich also nachmittags von Takaka zum Festivalgelände. Ich nahm noch eine Deutsche vom Hostel mit, die auch zum Festival wollte, so kämpften wir uns zu zweit durch die gefühlt ewige Warteschlange vor dem Eingang. Am ersten Tag war noch kein Programm, das heißt alle bauten ihr Lager auf und saßen dann in der Camping Area gemütlich zusammen und machten schon mal ein bisschen Musik.

  • Abel Tasman Coast Track
  • Goldener Sand, goldener Himmel

    Der Abel Tasman Coast Track ist einer von Neuseelands Great Walks, der im gleichnamigen Nationalpark in der Golden Bay der Südinsel liegt. Mit 60 Kilometern ist es einer der kürzeren Great Walks. Von der Trackbeschaffenheit und vom Höhenprofil ist der Walk sehr einfach, die höchste Stelle liegt auf gerade mal 200 Metern, komplett flach ist es aber nicht. Große Teile des Tracks verlaufen direkt an der Küste bzw. auf den unglaublich schönen Stränden.

  • Kaiteriteri
  • Am Paradiesstrand

    Am 22. Januar, es war schon später Nachmittag, kam ich in Kaiteriteri an der Ostküste der Südinsel südlich vom Abel Tasman National Park an, und war direkt gefesselt vom Strand. Er ist nicht besonders groß, vielleicht 200m lang, dafür ist der Sand unfassbar golden und weich. Man blickt hinaus auf ein paar vorgelagerte Felsen, im Hintergrund die Schemen der Gebirgskette nördöstlich von Nelson und den endlosen Ozean. Die untergehende Sonne vollendete das magische Fleckchen Erde. Viel kann zum Paradies nicht mehr fehlen!

  • Westport

    Westport ist eine für neuseeländische Verhältnisse mittelgroße Stadt direkt an der rauen Westküste der Südinsel.
    Westport wird von vielen Backpackern ausgelassen, weil es nicht wirklich viel zu bieten hat. Immerhin kann man dort gut surfen, und die Innenstadt ist verglichen mit anderen Städten hier recht hübsch.

  • Der Heaphy-Track

    Der Heaphy Track ist ein 81 Kilometer langer Wanderweg quer durch den Kahurangi National Park ganz im Nordwesten der Südinsel. Er beginnt in der Nähe von Collingwood in der Golden Bay und endet in Kohaihai bei Karamea an der Westküste. Ich hatte mir vorgenommen, die Strecke in vier Tagen zu laufen, also durchschnittlich 20 Kilometer am Tag. Der Heaphy Track ist einer von Neuseelands Great Walks, Wanderungen die als eine der schönsten Neuseelands eingestuft wurden und daher recht beliebt sind und vorgebucht werden müssen.

  • Takaka
  • Im Norden vom Süden

    Nach dem Queen Charlotte Track schlief ich noch eine Nacht in Picton, eine Nacht in Blenheim und zwei Nächte in Nelson. Blenheim ist wirklich nichts Besonderes. Nelson, die größte Stadt im Norden der Südinsel, hat sich mir sehr regnerisch präsentiert. Nichtsdestotrotz habe ich durch die Stadt erkundet, indem ich ohne Ziel durch die Straßen gelaufen bin - immer noch der beste Weg, um eine Stadt kennenzulernen. Wie viele Städte in Neuseeland ist Nelson eine Planstadt mit schnurgeraden Straßen, die Orientierung ist daher sehr leicht. Oberhalb der Stadt gibt es ein paar schöne Walkways, einer führt zum Centre of New Zealand, dem geografischen Mittelpunkt beider Inseln.