• Waiheke Island

    Die Fahrt zurück nach Auckland dauerte den halben Dienstag und verlief recht ereignislos. Unterwegs machten wir nochmal kurz halt an den Whangarei Falls, ungefähr 15 Meter hohe Wasserfälle. Melanie und der Mietwagen zogen dann weiter, Paul und ich blieben für die nächsten drei Nächte in Auckland.

  • 90 Mile Beach und Cape Reinga
  • The very North

     Die Nordinsel Neuseelands spitzt sich im Norden zu, die letzten 100 Kilometer bis zur Nordspitze ist die Insel keine fünzehn Kilometer mehr breit. Im Westen dieser Halbinsel zieht sich über die komplette Länge ein Strand entlang, der mit Allradautos sogar befahrbar ist. Am Sonntag fuhren wir zunächst nach Ahipara, das bereits am Anfang des 90 Mile Beaches liegt.

  • Glowworms und Pazifikwasser

    Ich blieb noch anderthalb Tage in Auckland, während derer ich ein paar Formalitäten erledigte - SIM-Karte kaufen, ein Bankkonto eröffnen und eine IRD-Nummer beantragen. Ein Work-and-Travel-Konto zu eröffnen war unkomplizierter als gedacht, ohne viel Bürokratie konnte ich die Bank direkt mit meiner "Cashflow"-Karte verlassen. Den Antrag für eine IRD-Nummer auszufüllen, war dagegen recht viel Aufwand. Eine IRD-Nummer ist im Prinzip eine Steuernummer, an die auch die Steuerklasse gebunden ist. Theoretisch kann man mit gültigem Arbeitsvisum auch ohne IRD-Nummer arbeiten, zahlt dann allerdings den Spitzensteuersatz. Für den Antrag wird die Bescheinigung der Bank benötigt, dass man ein Konto besitzt. Insgesamt zwölf Fragen müssen beantwortet werden, dann muss das ausgefüllte Formular auf der Post abgegeben werden. Die Post in Neuseeland übernimmt einige Verwaltungs-Aufgaben, ist also so etwas wie ein zweites Rathaus.

  • Auckland
  • Stadt auf Vulkanen

    Am Dienstag, 27. September sind Ilaria und ich in Neuseeland nach 29 Stunden (inklusive Stopovers) Flug angekommen. Da wir beide verhältnismäßig wach waren und uns nach dem langen Flug etwas bewegen wollten, entschieden wir, die 15 Kilometer vom Hostel bis ins Stadtzentrum von Auckland zu laufen. Die größte Stadt Neuseelands mit eineinhalb Millionen Einwohnern erstreckt sich vom Zentrum aus in alle Himmelsrichtungen sehr weitläufig, so gehört auch Mangere schon zu Auckland. Abgesehen davon, dass die Hauptstraße relativ stark befahren ist, könnte es aber genauso gut eine Kleinstadt sein. Unser Weg führte uns zunächst über die Mangere Bridge, die über den Mangere Inlet, einem Fjord der Tasmansee, führt. Kurz vor der Brücke ist ein kleiner Park angelegt, an dem wir kurz Pause machten.

  • The journey begins

    Die Idee, nach dem Bachelor in Neuseeland Work and Travel zu machen, ist im Laufe des Jahres langsam gewachsen. Was erst nur ein Wunschtraum war, ist dann immer konkreter geworden. Zufälligerweise hatte Ilaria, die ich aus der Ferienfreizeit happy-again! kenne, ähnliche Pläne. Sie wollte nach ihrem Abi für 9 Monate ins Land der Kiwis als Au Pair-Mädchen. Also beschlossen wir, zusammen zu fliegen.

  • Auf gehts, ab gehts, Ende Gelände!

    Ende Gelände ist ein Aktionsbündnis, das sich zum Ziel gesetzt hat, den deutschen Braunkohletagebau und die Kohleverstromung so schnell wie möglich zu stoppen.
    Da die Politik in den letzten Jahren sehr wenig unternommen hat um den Braunkohle-Ausstieg voran zu treiben und erneuerbare Energien zu fördern, setzt Ende Gelände dabei auf die Protestform des zivilen Ungehorsams. Im Aktionskonsens wird dies damit gerechtfertigt, dass der Klimawandel mit jedem Jahr schwieriger aufzuhalten sein wird, und die Regierungen von Deutschland und Nordrhein-Westfalen klassischen Protest über Petitionen und Demos ignoriert haben. Politik und Polizei sind zum Ausführenden von Konzerninteressen, im Falle des rheinischen Braunkohlereviers von RWE, geworden. Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sagte auf einer Kundgebung der IG BCE, “Nicht nur die, die Polizisten angreifen, bestimmen das Klima in unserem Land, sondern auch anständige Leute, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unseren Wohlstand erarbeiten.” (Quelle) Dabei reduziert er die breite Masse an Demonstranten, die sich gegen Kohlestrom einsetzen auf eine verschwindend geringe Minderheit an gewaltbereiten Menschen und unterstellt auch noch gleichzeitig, dass Klimaaktivisten nicht arbeiten würden. Die SPD Niederzier bezeichnet Ende Gelände als “Ökomob” (Quelle). Ein Mob bezeichnet laut Duden “ungebildete, unkultivierte, in der Masse gewaltbereite Menschen”. Wenn man eine Beschreibung finden wollte, die auf die Ende Gelände-Aktivisten möglichst wenig zutrifft, wäre es diese.