Die Fahrt zurück nach Auckland dauerte den halben Dienstag und verlief recht ereignislos. Unterwegs machten wir nochmal kurz halt an den Whangarei Falls, ungefähr 15 Meter hohe Wasserfälle. Melanie und der Mietwagen zogen dann weiter, Paul und ich blieben für die nächsten drei Nächte in Auckland.

Die erste Nacht kamen wir im Attic Backpackers unter, einem für Auckland-Verhältnisse recht kleinen aber gemütlichem Hostel. Da das Attic für die nächsten beiden Nächte ausgebucht war, mussten wir danach allerdings umziehen. Im Silverfern durften wir dann auch mal die Erfahrung eines sehr schlechten Hostels machen. Das Hostel ist auch nicht weit vom Zentrum entfernt, liegt aber wohl im Obdachlosenviertel Aucklands. Neben der Umgebung ist auch das Hostel an sich sehr ranzig: Im Bad stinkt es nach Pisse, in der Küche stehen überall irgendwelche Sachen herum, die keiner aufräumt sodass auch kein Platz zum Kochen ist, und das Personal ist nicht gerade freundlich. So hielten wir uns so wenig wie möglich im Silverfern auf, und fuhren am Mittwoch auf die vorgelagerte Insel Waiheke.

Waiheke ist nach Nord- und Südinsel die drittgrößte Insel Neuseelands. Mit dem Schiff fährt man 35 Minuten von Auckland aus, wobei man noch an einigen weiteren kleinen und größtenteils unbewohnten Inseln vorbei fährt. Waiheke ist vor allem auf der Westseite bewohnt, im Osten schließt sich ein Naturreservat an. Auf der Insel angekommen fuhren wir zunächst zur Rocky Bay im Süden mit dem Bus. Die hat ihren Namen zurecht, der Sand ist sehr grob und es gibt viele Felsen, die größtenteils mit Muscheln überzogen sind. Auf dem gesamten Strand war außer uns keine Menschenseele. Von der Rocky Bay aus folgten wir einem Trail in Richtung Reservat. Dieser führte durch den für Neuseeland typischen native bush, eine Kombination aus Laubbäumen, Palmen und Farnen. Letztere sind deutlich größer als alle, die man aus Europa kennt. Beim Durchlaufen bekommt man schon ein bisschen Dschungel-Feeling. Nach ein paar Kilometern mündet der Weg wieder auf die Straße, vorher bekamen wir aber noch geniale Ausblicke über die Insel von oben zu sehen.

Anschließend gingen wir noch hinunter zum Oneroa Beach, der nicht besonders groß, dafür optimal zum Baden ist. Die Bucht ist ziemlich gut geschützt und es hat einen schönen Sandstrand. Da wir keine Badesachen dabei hatten, kletterten wir noch auf den angrenzenden Felsen herum, bevor es wieder mit der Fähre zurück nach Auckland ging.

Abends "schlichen" wir uns zum Kartenspielen ins Attic ein. Da ich dummerweise mein Ladekabel im Bad im Silverfern liegen lassen hab und das 10 Minuten später wie von Zauberhand verschwunden ist, verbrachte ich den Großteil des Donnerstagmorgens mit der Suche nach einem USB-C-Kabel, was sich als erstaunlich schwierig herausstellte. Den Rest vom Tag verbrachten wir gemütlich, großteils wieder im Attic. 

Am Freitag gehts dann mit dem Intercity-Fernbus von der Stadt wieder in die Berge in den Tongariro National Park.

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