Der einzige Bus von Thames nach Hamilton fährt um 7.30 Uhr. Was für Ilaria und mich hieß, um kurz nach 5 aufstehen zu müssen. Was macht man nicht alles, um von A nach B zu kommen. Da es um diese Zeit mit Anhaltern auch noch recht mau aussieht, sind wir die Strecke bis nach Thames gelaufen. 

Nach kurzer Aufregung wegen einem Problem mit der Buchung durften wir dann doch mit und waren ziemlich früh schon in Hamilton. Hamilton ist mit knapp 150.000 für Neuseeland eine recht große Stadt. Mitten hindurch fließt der Waikato, dessen Quelle der Lake Taupo ist. Das erste was ich von Hamilton gesehen habe, war weniger erfreulich: Während wir uns eine heiße Schokolade gegönnt haben, sehe ich ein Häuserblock weiter eine schwarze Rauchwolke. Es sah ziemlich schlimm aus, der Rauch hat über eine Stunde angehalten. Aus dem New Zealand Herald erfuhr ich am nächsten Tag, dass das Gelände eines Reifenhändlers komplett ausgebrannt ist, es wird von Brandstiftung ausgegangen. 

Außer die Feuerwehr ihren Job machen lassen, konnten wir eh nichts tun, daher machten wir uns einen gemütlichen Tag. Ilaria zeigte mir das Gelände um den Waikato, wo man von jetzt auf gleich aus der Großstadt entflieht und sich mitten in der Natur befindet, und den zentral gelegenen Garden Place, eine große Wiese direkt neben dem riesigen Einkaufszentrum Centre Place. Ilaria kehrte danach zurück zu ihrer Gastfamilie, und ich kehrte ging mal wieder in ein Hostel. Dienstagmittag, während ihre Kids in der Schule waren, besuchte ich Ilaria zu Hause, danach erkundete ich noch ein bisschen die Stadt. In Hamilton gibt es nicht überwältigend viel zu sehen. So entschied ich mich dafür, mal wieder joggen zu gehen, was entlang des Waikato sehr angenehm ist. 

Mittwoch war mein letzter Tag in Hamilton. Ich hatte entdeckt, dass es in Hamilton eine Trampolinhalle gibt, wo wir den Mittwochmorgen verbracht haben. In einem alten Fabrikgelände sind überall Trampoline angebracht, auch an der Wand. Zudem gibt es eine Sprunggrube und Basketballkörbe. Eine Stunde lang vergnügten wir uns hier, während es draußen in Strömen regnete, perfekt also für Indoor-Aktivitäten.

Nachmittags war ich dann noch im Waikato Museum. Auf 14 Ausstellungsräumen gibt es hier alles Mögliche zu sehen, von alten Maori-Schiffen über die Geschichte des Silver Ferns, eines der Nationalsymbole Neuseelands, bis zu einer Ausstellung über einen deutschen Puppenspieler. Vor allem die Geschichte der Stadt und der Maori war ganz interessant. Abends traf ich mich dann nochmal mit Ilaria im Irish Pub der Stadt. Mittwochs ist hier zuerst Pub-Quiz und anschließend Karaoke. Wie fast immer in einem Irish Pub war es ein sehr cooler Abend. Das Quiz ist richtig gut gemacht, die Fragen lassen sich auf einem Bildschirm inklusive Illustrationen nachlesen, anders als in Stuttgart kann man die Musik, die es zu erkennen gilt, tatsächlich auch kennen. Der Quizleiter war sehr cool drauf, immer wieder hat er uns bei kiwi-spezifischen Fragen Tipps gegeben. Das Niveau bei der anschließenden Karaoke war erwartungsgemäß sehr wechselhaft, trotzdem witzig zuzuhören.

Am Donnerstagmorgen fuhr ich dann, wieder alleine, zurück nach Rotorua.

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