Westport ist eine für neuseeländische Verhältnisse mittelgroße Stadt direkt an der rauen Westküste der Südinsel.
Westport wird von vielen Backpackern ausgelassen, weil es nicht wirklich viel zu bieten hat. Immerhin kann man dort gut surfen, und die Innenstadt ist verglichen mit anderen Städten hier recht hübsch.

Nach meiner Ankunft dort erbarmte sich die Sonne sogar, sich mal wieder zu zeigen. Zusammen mit ein paar anderen aus dem Hostel füllten wir ein Auto und fuhren noch am Nachmittag zum Cape Foulwind, wo eine recht große Robbenkolonie ist. Ich hätte nicht gedacht, dass die Kolonie so nah ist - direkt hinter der Klippe mit der Aussichtsplattform tummeln sich die Robben auf ihrem Felsen. Die neuseeländischen Robben haben braunes Fell und sind etwas kleiner als die meisten Seehunde, aber genauso verspielt! Wir beobachteten die Tiere eine Weile, und fuhren dann zurück zum Hostel, wo wir dann zusammen Curry kochten.


Ursprünglich wollte ich nur eine Nacht in Westport bleiben, entschied mich dann aber, noch eine Nacht zu verlängern. Am Tag darauf machte ich mich auf den Weg zum Meer entlang eines Walkways, der erst kürzlich errichtet wurde. Entlang des Weges gab es eine Geocache-Serie, die erst drei Tage zuvor veröffentlicht wurde, und anscheinend war ich seitdem der erste Cacher, der hier entlang kam. Ich durfte also mein ersten FTF (First to Find) feiern, und das gleich vierfach!

Pünktlich als ich am Meer angekommen war, fing es wieder an zu regnen. Also machte ich mich schleunigst auf den Weg zurück, da es immer stärker wurde, ich war froh dass nach dem Heaphy Track meine Sachen grade alle wieder trocken waren.

Tags darauf, inzwischen war schon wieder Sonntag, versuchte ich mein Glück, zurück nach Takaka zu hitchhiken. Der Shuttlebus hätte 180$ gekostet, was ich mir nicht antun wollte, außerdem konnte ich so noch Westport sehen. Diesmal hatte ich deutlich mehr Glück als von Karamea aus. Das erste Auto das anhielt wollte direkt nach Nelson - zwei Drittel meiner Strecke. Bingo! Es war eine deutsche Biologiedoktorin, die sechs Wochen in Australien war und jetzt für fünf Wochen in Neuseeland ist. Auch von Richmond aus erwischte ich schnell eine Weiterfahrtgelegenheit, allerdings nur bis Rikawa, noch ungefähr 50 Kilometer vor Nelson. Das Kiwi-Pärchen, das in Rikawa wohnt, schwärmte vom Strand in Kaiteriteri und vom Abel Tasman Coast Track, dem Great Walk in dem relativ kleinen aber feinen Abel Tasman National Park. Noch hatte ich aber vor, zuerst zu meinem Auto in Takaka zurückzukehren. Nach einer Stunde am Straßenrand in Rikawa gab ich auf und dachte mir, wenn ich schon mal hier bin, wieso nicht auch noch den Abel Tasman Track laufen. Wozu ist man denn als Backpacker mega flexibel? Gedacht, getan, ich lief also die paar Kilometer bis Kaiteriteri und wusste dass es eine gute Entscheidung war hierherzukommen, sobald ich den Strand gesehen hatte. Die Fortsetzung gibts im nächsten Blog!

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