Nach dem Halbmarathon in Westport fuhr ich noch etwas über 50 Kilometer entlang der Westküste Richtung Süden nach Punakaiki. Dabei handelt es sich um ein winziges Dorf, das eigentlich nur aus Unterkünften besteht. Die Hauptattraktion dort sind die Pancake Rocks, eine geologische Formation aus Gesteinsschichten, die aussehen wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen.
Ich schlief wieder einmal im Zelt im Garten eines Hostels. Wie sich sehr schnell herausstellte, wird das Hostel von zwei ausgewanderten Deutschen geleitet, einer davon aus Albstadt. Und das Beste: die beiden backen eigenes Brot nach deutschem Rezept, das heißt statt Pappe gab es mal wieder Brot, das auch richtig gut geschmeckt hat!

Nach dem Lauf machte ich am Samstag nicht mehr viel, sondern nahm mir für den nächsten Tag vor, die Gegend zu erkunden. Das Wetter am Sonntagmorgen war sehr mäßig, immerhin regnete es (noch) nicht. Auf dem Weg zu den Pancake Rocks kam ich zunächst an der Punakaiki Cavern vorbei, eine Höhle im Kalkgestein, die tiefer war als erwartet. Man kann in zwei Gänge circa 30 Meter hineingehen, drinnen gibt es Gestein in coolen Mustern und Farben und sogar einen kleinen Höhlenwasserfall zu bewundern. 


Anschließend ging ich dann zu den eigentlichen Rocks. Von der Touri-Info aus wurde ein kurzer Weg angelegt, der durch die Rocks einmal durchführt. Am Parkplatz hier hält gefühlt ein Touribus in der Minute, dementsprechend voll war es auch auf dem Weg. Die Schichten, die die einzelnen Pfannkuchen bilden, haben sich vor Jahrmillionen als Sedimente im Meeresboden gebildet. Durch Erdbeben und Bewegungen der Erdplatten verschoben sich dann die Schichten und kamen teilweise zum Vorschein, um schlussendlich die beeindruckenden Felsformationen zu bilden, die heute sichtbar sind. Dazwischen bahnt sich das Meerwasser bei Hochwasser seinen Weg.

Da es noch recht früh am Tag war, beschloss ich noch eine kleine Wanderung nachzulegen. Punakaiki liegt am recht kleinen Poporoa-Nationalpark. In den Nationalpark hinein lief ich eine Rundtour, zunächst über eine Schotterpiste durch eine Schlucht, dann über eine Hängebrücke und durch native bush. Irgendwann zwischendurch fing es an zu regnen. Nach einer weiteren Hängebrücke führt der Rückweg dann entlang eines Flusses, der echt schön ist. Sogar im Regen und mit tiefhängenden Wolken sah die Szenerie sehr beeindruckend aus.

Zum Abtrocknen kehrte ich dann zurück ins Hostel. Abends machten wir uns dann als Gruppe nochmal zur Cavern auf. Jemand wusste, dass man dort nachts eine Glowworm-Kolonie bewundern kann, was auch der Fall war: Zwar waren es nicht sehr viele, aber definitiv Glowworms!
Da es am Montag wieder regnete, zögerte ich meine Abreise hinaus. Zusammen mit zwei anderen Deutschen machten wir dann mittags das an den Pancake Rocks naheliegendste Gerichte - Pfannkuchen!

Nach Punakaiki geht meine Reise weiter gen Süden, der nächste Stopp ist Hokitika.

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