• Auf gehts, ab gehts, Ende Gelände!

    Ende Gelände ist ein Aktionsbündnis, das sich zum Ziel gesetzt hat, den deutschen Braunkohletagebau und die Kohleverstromung so schnell wie möglich zu stoppen.
    Da die Politik in den letzten Jahren sehr wenig unternommen hat um den Braunkohle-Ausstieg voran zu treiben und erneuerbare Energien zu fördern, setzt Ende Gelände dabei auf die Protestform des zivilen Ungehorsams. Im Aktionskonsens wird dies damit gerechtfertigt, dass der Klimawandel mit jedem Jahr schwieriger aufzuhalten sein wird, und die Regierungen von Deutschland und Nordrhein-Westfalen klassischen Protest über Petitionen und Demos ignoriert haben. Politik und Polizei sind zum Ausführenden von Konzerninteressen, im Falle des rheinischen Braunkohlereviers von RWE, geworden. Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sagte auf einer Kundgebung der IG BCE, “Nicht nur die, die Polizisten angreifen, bestimmen das Klima in unserem Land, sondern auch anständige Leute, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unseren Wohlstand erarbeiten.” (Quelle) Dabei reduziert er die breite Masse an Demonstranten, die sich gegen Kohlestrom einsetzen auf eine verschwindend geringe Minderheit an gewaltbereiten Menschen und unterstellt auch noch gleichzeitig, dass Klimaaktivisten nicht arbeiten würden. Die SPD Niederzier bezeichnet Ende Gelände als “Ökomob” (Quelle). Ein Mob bezeichnet laut Duden “ungebildete, unkultivierte, in der Masse gewaltbereite Menschen”. Wenn man eine Beschreibung finden wollte, die auf die Ende Gelände-Aktivisten möglichst wenig zutrifft, wäre es diese.