• Phnom Penh
  • Ort des einstigen Grauens

    Der Flug von Singapur in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh dauerte etwas über anderthalb Stunden. Auf dem Weg dahin flog ich über Hunderte Reisfelder und den gewaltigen Fluss Mekong. Für Kambodscha braucht man auch als Tourist ein Visum, das aber auch bei Ankunft ausgestellt werden kann. Das ging überraschend schnell, der Prozess ist aber ziemlich merkwürdig. Man füllt seinen Visa-Zettel aus, der neben der lokalen Sprache Khmer, die auch ein eigenes Schriftsystem hat auch in englisch beschriftet sind, und gibt den Zettel zusammen mit dem Pass am Anfang einer Reihe von Leuten ab, die nebeneinander hinter einer Glasscheibe sitzen. Der Pass wird dann anscheinend von Person zu Person gereicht - insgesamt um die 10 Leute - am Ende wird man aufgerufen indem der letzte in der Reihe den eigenen Pass hoch hält. Man zahlt die US$35 Gebühr für das Visum und erhält seinen Pass samt einer kunstvoll gestalteten ganzen Seite mit dem Visum zurück. Während des ganzen Prozesses sprach keiner von den Leuten hinter Glas auch nur ein einziges Wort.

  • Singapur
  • Die Stadt des Löwen

    Ziemlich genau acht Monate nach meiner Ankunft in Neuseeland stieg ich am 24. Mai in Auckland in den Flieger nach Singapur. Zwischendurch hab ich gedacht, der Abschied würde mir schwerer fallen. Da ich aber noch sechs weitere Wochen Abenteuer vor mir hatte, war es gar nicht so schlimm, ich war viel eher aufgeregt als traurig. Vier Nächte wollte ich in Singapur bleiben, bevor es dann nach Kambodoscha weiter ging. Zehneinhalb Stunden dauerte der Flug, diesmal direkt, ohne weiteren Stopover in Perth. Um 19 Uhr Ortszeit, 23 Uhr in Neuseeland landete ich im riesigen Changi Airport. Geschlafen hatte ich praktisch nicht im Flugzeug, dementsprechend fertig war ich als ich ankam. Durch die Immigration kam ich zum Glück ziemlich schnell, und auch die MRT-Haltestele war einfach zu finden. Der Mass Rapid Transport ist Singapurs S-Bahn, und man kommt praktisch an jeden Punkt der Insel mit dem MRT. Ungefähr eine halbe Stunde dauert die Fahrt vom Flughafen nach Bugis, die nächste Haltestelle vom Hostel. Von dort sind es noch zehn Minuten Fußweg, bis ich endlich mein Bett erreichte. Der MRT ist verhältnismäßig günstig, die Fahrt zum Hostel kostete $2,30, circa 1,50€. Am nächsten Morgen war ich natürlich um fünf Uhr wach.